Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Begegnung mit dem Bösen". Brigitte Schwens-Harrant, Literaturkritikerin, Buchautorin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", anlässlich des 100. Geburtstages von Patricia Highsmith Alfred Hitchcocks Verfilmung ihres Romans "Strangers on a Train" machte die am 19. Jänner 1921 in Fort Worth, Texas, geborene Autorin Patricia Highsmith berühmt. Sie schrieb Romane und Erzählungen, die in den Abgrund der menschlichen Seele führen. Mit besonderer literarischer Raffinesse nehmen ihre Texte den Lesenden die Sicherheit, dem Bösen selbst jederzeit ausweichen oder widerstehen zu können. Manchmal kommt das Böse freundlich verkleidet daher, es ist sympathisch und irgendwie auch bekannt und vertraut. Menschen fallen plötzlich aus dem geordneten Leben und selbst, wenn sie versuchen, Schreckliches zu verhindern, tun sie es oft nicht entschlossen genug. Erzählend stellt Patricia Highsmith radikal moralische Gewissheiten in Frage.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Aimie Rehburg. (Liebes)Rausch Wenn die Geliebte zur Obsession wird, die ungestillte Sehnsucht zu Musik - dann bleibt nur Rauschen, Liebesrauschen - ein Liebes-Trip, der uns mitreißt, von zarten Träumen bis hin zur Orgie.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Paläontologe und Seeigel-Spezialist Andreas Kroh spricht über "WoRMS", das Weltweite Register der Meereslebewesen. Teil 3: Über Formen, Lebenszyklen und Skelette Gestaltung: Julia Grillmayr In WoRMS sind durchaus einige Würmer vertreten, aber die Datenbank geht weit über diese Tiergruppe hinaus. Die Abkürzung steht für "World Register of Marine Species". Hier sollen also möglichst alle Meereslebewesen verzeichnet werden, wobei nicht nur ihr aktueller wissenschaftlicher Name und - wenn das möglich ist - Fotografien der Organismen eingetragen sind, sondern auch Informationen zu ihrem Habitat, ihrer Anatomie, ihrem Verhalten und ihren Lebenszyklen. Das macht es Forscher/innen, aber auch interessierten Laien möglich, die allgemeinen und frei zugänglichen Daten von WoRMS neu zu verknüpfen, um bestimmte Fragestellungen zu beantworten: etwa welche Organismen besonders unter der zunehmenden Versauerung der Meere leiden, weil ihr Skelett oder ihre Schale aus einem anfälligen Material aufgebaut ist. Auch ist es so möglich, die Artenvielfalt bestimmter Gebiete aufzuzeigen - um wissenschaftliche Karten zu zeichnen, aber auch, um sich auf einen Tauch-Urlaub vorzubereiten. Was WoRMS auch verzeichnet, sind alle veralteten und volkstümlichen Namen, unter denen eine Tierart bekannt ist. Das sind oft mehrere Dutzend, in extremen Fällen bis zu hundert verschiedene Namen für eine Art. Das kam zustande, da weltweit zahlreiche Wissenschafter/innen gleichzeitig Arten entdecken und benennen, diese Entdeckungen aber nicht bzw. erst in jüngster Zeit, durch das Internet, in Echtzeit bekannt machen können. Außerdem gibt es das Phänomen, dass eine Art zahlreiche unterschiedliche Artbeschreibungen hat, weil Wissenschafter/innen früherer Jahrhunderte Arten allein anhand eines einzelnen Körperteils beschrieben haben. So kam es vor, dass anhand der Flosse eines Wals eine neue Art beschrieben wurde und anhand des Zahns desselben Wals eine andere Art. In anderen Fällen, besonders etwa bei einigen Meeresschnecken, sind die individuellen Tiere einer Spezies so vielgestaltig, dass es naheliegt, dass sie als verschiedene Arten aufgefasst wurden, die man heute - mittels moderner Genetik - aber unter einen Artbegriff zusammenfasst. Dieses Verzeichnen und Verknüpfen abertausender, teils redundanter Namen scheint nur auf den ersten Blick wie eine akademische Spielerei. Die Listen, die WoRMS bereitstellt, haben ganz praktische Anwendungen - etwa für den Zoll. Mit Meereslebewesen wird unglaublich viel Handel betrieben. Das Exportieren von bedrohten Tierarten, die offiziell unter Schutz gestellt sind, ist dabei oftmals durch "Namenverwirrung" getarnt. Es gibt nur wenige Spezialist/innen, um gewisse Weichtiere oder Muscheln zu identifizieren und den Überblick über die verschiedenen Namen zu behalten. Die Einträge in WoRMS, die möglichst alle kursierenden Namen einer Art verknüpfen, geben den Zollbeamt/innen Werkzeuge an die Hand, um Tierarten, die auf bedrohten Listen stehen, zu identifizieren. WoRMS weckt also Interesse an unterschiedlichen Lebensräumen der Meere und ihrer großen Artenvielfalt und trägt zum Schutz und der Erforschung dieser Biodiversität bei. Um das noch sichtbarer zu machen und die Vernetzung der Forschung voranzutreiben, wird sich die Initiative auch um ein "endorsement" der Vereinten Nationen bemühen: eine offizielle Anerkennung von WoRMS im Zuge der UN-Dekade der Ozeane und Ozeanforschung.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Patient Meer

Der röchelnde Atem der Erde (3). Gestaltung: Ilse Huber Erst das Jahr 2021 muss kommen, damit der Wert, die Bedeutung und die Gefährdung der Ozeane in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken. Die Vereinten Nationen rufen mit dem ersten Jänner dieses Jahres das Jahrzehnt der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung aus. Endlich möchte man fast sagen, nach all dem, was die Menschheit dem Meer bis jetzt angetan hat: Überfischung, Vergiftung, Versauerung, Lebensraum-Vernichtung, Kloake, Abbaugebiet. Insgesamt sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Meeren bedeckt, wobei man im allgemeinen Sprachgebrauch nicht von den 7 Weltmeeren spricht, sondern nur von drei Ozeanen: Atlantischer Ozean, Indischer Ozean und Pazifischer Ozean. Sie sind gigantische Klimaschützer und speichern sehr viel Kohlendioxid. Damit fungieren die Ozeane als Klimapuffer, die den Temperaturanstieg in der Atmosphäre mäßigen. Allerdings wie lange noch und mit welchen Auswirkungen? Das Eis am Nordpol war im September 2020 auf die zweitkleinste Sommerfläche seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 geschrumpft. Weniger Eis bedeutet weniger Weiß. Und damit weniger reflektiertes Sonnenlicht. Je dunkler die Oberfläche, desto höher die Temperatur, weil die Oberfläche die Wärme aufnimmt. Ein Kriterium, das den Klimahaushalt beeinflusst. Mit steigenden Temperaturen in der Luft erwärmt sich das Wasser und erhöht sich der Kohlendioxidgehalt. Das führt zur Versauerung des Wassers. Was bedeutet das für die marine Lebewelt? Wärmere Zeiten rufen auch stürmischere Zeiten hervor. Mehr Energie - mehr Wirbelstürme. Und unter Wasser bewegen sich die Kontinentalplatten. Die Folge? Seebeben und Tsunamis. Der blaue Planet könnte sein blaues Wunder erleben. Dann nämlich, wenn seine Schätze gehoben und rücksichtslos nach Erdöl, Erdgas, Mangan, Salz und Seltenen Erden gesucht wird. Auf seiner Oberfläche bringt sich die Schifffahrt in Stellung. Eisfreie Passagen bedeuten immer weniger Tabuzonen auf dem Globus. Die Arktis als neue Handelsroute- von vielen ein Hoffnungsgebiet. Es gibt also Begehrlichkeiten ohne Ende. Geht dem Meer bald die Luft aus? Die Ozeane - der röchelnde Atem der Erde nennt Ilse Huber ihre Serie.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Wissen für alle

Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (3). Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Eine nette Idee, aber zu verrückt, um jemals zu funktionieren. Das dachten 2001 wohl viele über das waghalsige Vorhaben des Philosophen Larry Sanger und des Unternehmers Jimmy Wales. Die beiden planten nichts weniger als eine Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben kann. Und sie sollte es qualitativ mit dem Lexikon Goldstandard der Branche aufnehmen können: der altehrwürdigen Encyclopedia Britannica. Was viele nicht für möglich gehalten haben, wurde Realität. Heute kann man Wikipedia wohl als bislang größte Kollaboration in der Menschheitsgeschichte bezeichnen. Wikipedia gehört zu den populärsten Webseiten und ist eine riesige Wissensschatzkiste. Und was einmal als Ort galt, an dem sich Editoren bittere Schlachten über ihre Weltbilder austragen, ist ein Zufluchtsort der Vernunft und Ruhe geworden, wenn man sie mit Facebook oder Twitter vergleicht. Große US-Konzerne bemühen sich aber auch, Wissensschätze der Menschheit zu sichern. So sind im Bestand von Google Books derzeit über 40 Millionen Bücher. Dagegen nimmt sich das deutsche Projekt Gutenberg mit etwas über 50.000 Einträgen fast winzig aus. Die Österreichische Nationalbibliothek kooperiert mit Google. Einige hunderttausend Bücher aus der ÖNB soll man bald von der ganzen Welt aus lesen können. Akademische Schattenbibliotheken wie Sci-Hub sind dagegen seit Jahren mit Verlagen im Clinch, weil sie urheberrechtlich geschützte Inhalte frei zur Verfügung stellen. Was zählt mehr: eine offene, freie Wissenschaft oder der Schutz von Urheberrechten? Wer aber betreut diese Archive? Wer macht die Arbeit? Und mit welcher Motivation? Stefan Niederwieser und Anna Masoner beschäftigen sich mit den Herausforderungen, vor denen Wikipedia aber auch andere Wissen-Sammelstellen im Netz heute stehen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Tieftöner

Die Geschichte des elektrischen Basses (3). Gestaltung: Klaus Wienerroither Der elektrische Bass hat entscheidend zur musikalischen Evolution beigetragen. Heavy Metal, Funk und auch Reggae wären ohne den E-Bass schwerlich entstanden. Mit der steigenden Popularität der elektrischen Gitarre ist der in den damaligen Bands verwendete Kontrabass zu leise. Zuerst werden diese Bässe mit einem Tonabnehmer aufgerüstet. Vorläufer des elektrischen Basses werden bereits in den 1930-er Jahren hergestellt. Der erste E-Bass, der in Serie produziert wird, ist der Fender Precision Bass, welcher 1951 in die Läden kommt. Ein Vorteil neben seiner Handlichkeit ist, dass nun auch alle Gitarristen sofort Bass spielen können, weil die ersten E-Bässe entsprechend den E-Gitarren Bünde haben. Eine der ersten Aufnahmen mit elektrischem Bass stammt aus dem Jazz. Monk Montgomery spielt 1953 E-Bass auf einer Aufnahme des Art Farmer Septetts. Als erste Rock´n Roll Aufnahme mit einem elektrischen Tieftöner gilt der "Jailhouse Rock" von Elvis Presley aus dem Jahr 1957. Der britische Rockmusiker John Entwistle erregt 1965 mit seiner außergewöhnlichen Spieltechnik und seinem Solo auf "Talking bout my generation" von seiner Band "The Who" Aufmerksamkeit. James Jamerson, der seine Karriere als Jazz Kontrabassist gestartet hat, ist in den 1960er Jahren der Haus- und Hofbassist des legendären Motown Labels. Seine innovativen E-Basslinien sind auf hunderten von Soul- und Rhythm Blues-Aufnahmen zu hören. Larry Graham, Bassist bei "Sly and the family stone", gilt als der erste E-Bassist, der die sogenannte Slap-Technik angewendet hat. Hier werden die Saiten mit dem rechten Daumen angeschlagen und mit dem Zeigefinger angerissen. Das 1976 veröffentlichte, selbstbetitelte Debüt-Album des US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hat ohne Zweifel die Rolle des E-Basses im Jazz neu definiert. Dem damals 24-jährigen Musiker gelingt hier die Emanzipation des oft auf seine bloße Begleitfunktion reduzierten Instruments als vollwertige Solostimme.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Nadja Kayali Benjamin Britten: Streichquartett in C-Dur op. 36 Benjamin Britten ist vor allem als Opernkomponist berühmt, aber auch seine Instrumentalwerke sind hörenswert. Darin sind manchmal Anknüpfungen an die Vergangenheit verwoben. Eine besondere Verbindung hatte Benjamin Britten zu Henry Purcell. Im zweiten Streichquartett schreibt er eine Hommage an Purcell. Sie klingt in Form einer Chaconne, einem Tanz, der bis ins 18. Jahrhundert ausgesprochen beliebt war und danach in Vergessenheit geriet.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Sieben Tage" von Ulrike Kotzina. Es liest Angelica Ladurner Sieben einander fremde Menschen suchen in den Alpen Befreiung vom Alltagsdruck. Doch plötzlich sind vier dieser Personen verschwunden, dem verbliebenen Trio scheint der Weg ins Tal versperrt. Nervenaufreibende Tage und Nächte haben die drei höchst gegensätzlichen Menschen zu bewältigen. Wird Rettung möglich sein? Täuscht sie ihre Wahrnehmung? Wie ist es, wenn bisherige Sicherheiten des Lebens zerbrechen? Ulrike Kotzina ist gebürtige Wienerin, studierte Germanistik und Sportwissenschaften, arbeitete als Redakteurin und Lektorin und arbeitet als Antiquitätenhändlerin in Purkersdorf. Nach Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien brachte sie 2012 mit "Staudamm" ihren ersten Roman heraus, dem nun - als vierter Roman - der Band "Sieben Tage" folgt. Gestaltung: Martin Sailer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. 100 Jahre Salzburger Festspiele Gestaltung: Stephan Pokorny "Ich glaube an die Unsterblichkeit des Theaters. Es ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiter zu spielen." Max Reinhardt Legendäre O-Töne aus dem ORF-Archiv und historische Mitschnitte zur 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele sind auf dieser Jubiläums-CD versammelt: Von Max Reinhardts originaler "Rede über den Schauspieler" und Alexander Moissi als erstem "Jedermann"-Darsteller über die ältesten erhaltenen Musikaufnahmen - wie Mozarts "Requiem", unter der Leitung des Komponisten der Großen Festspielfanfare, Joseph Messner, aus dem Jahr 1931 - bis hin zu einer Fülle von Anekdoten und Erinnerungen rund um das Festival (unter anderem vom langjährigen Festspielchauffeur Paul Oberascher) und launigen Ausschnitten aus Festreden (wie jener von Carl Zuckmayer 1970) wird der dokumentarische Rahmen auch mittels Zeitzeug/innen gespannt. So werden aus einer historisch chronologischen Sichtweise vor allem die ersten fünf Jahrzehnte der Salzburger Festspiele lebendig. 100 Jahre Salzburger Festspiele - Schätze aus dem ORF Archiv CD Download ORF-CD 820

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Franz Schuberts Oktett für Klarinette, Fagott, Horn und Streicher. Ein fantastisches Zwitterwesen aus Kammermusik und großer Symphonie, zugleich intim und prächtig, lyrisch und virtuos - das ist das Oktett für Klarinette, Fagott, Horn und Streicher in F-Dur D 803 von Franz Schubert. Im Jahr 1824 vollendet, in einer von Krankheit und depressiven Verstimmungen geprägten Reifezeit, verströmt das Oktett aber zugleich Heiterkeit, Eleganz und Wehmut. Nach Schuberts Tod geriet es für viele Jahrzehnte in Vergessenheit, und auch heute muss es zu den Raritäten gezählt werden - vermutlich aufgrund der stattlichen Länge von einer Stunde und aufgrund der Besetzung: zu klein für ein Orchester, zu groß für ein Kammerensemble. Im Jahr 2020 hat das renommierte Modigliani Quartett gemeinsam mit der Klarinettistin Sabine Meyer, dem Hornisten Bruno Schneider, dem Fagottisten Dag Jensen und dem Kontrabassisten Knut Erik Sundquist eine exzellente Neueinspielung des Schubert-Oktetts vorgelegt. Mit der ersten Folge der neuen Reihe "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest". Peter Klien kennt man als gefürchteten Fragensteller in TV-Sendungen wie "Willkommen Österreich" und in seinem eigenen Late-Night-Format "Gute Nacht Österreich. Er war aber auch lange Jahre Universitätslektor für Philosophie. Sein großes Vorbild in Sachen böse Fragen ist Sokrates. Peter Kliens Bruder Volkmar Klien ist Komponist und Direktor des Instituts für Komposition, Dirigieren und Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Für sie hat Rainer Elstner ein neues Format entwickelt: "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest". Die beiden hören legendäre Werke der zeitgenössischen Musik. Peter Klien reagiert spontan, Volkmar Klien erläutert die Stücke. Hier werden die Fragen gestellt und beantwortet, die Sie sich schon immer heimlich gestellt haben, wenn sie zeitgenössische Musik gehört haben. Zu hören ab heute jeden Mittwoch in "Des Cis" und in der Langversion am selben Tag im "Zeit-Ton Magazin" - dort werden von den Brüdern für jede Komposition Härtegrade vergeben, im Punktesystem von eins bis zehn.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Orchestra della Svizzera italiana, Dirigent: Markus Poschner. Nils Mönkemeyer, Viola; Ivan Vukcevic, Violine. Giuseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper "Nabucco" * William Walton: Konzert für Viola und Orchester * Béla Bartók: Neujahrsgruß Sz 98 * Giuseppe Verdi: a) Ouvertüre zur Oper "Stiffelio"; b) Ouvertüre zur Oper "l Masnadieri"; c) Ouvertüre zur Oper "La forza del destino" (aufgenommen am 1. Oktober 2020 im Lugano Arte e Cultura). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Ohne Computer ist in Zeiten von Distance-Learning oft der Weg zum Unterricht versperrt. Die ehrenamtliche Initiative "FreeNB" hilft. Die Wiener Gymnasiasten Bruno Hassa, Philipp Schörkhuber und Tobias Unger finden ausrangierte Firmen-Laptops, bringen die Computer auf Vordermann und verschenken sie an andere Schüler*innen. Denn viele Kinder und Jugendliche haben keinen eigenen Rechner oder müssen sich diesen mit Geschwistern oder Eltern teilen. Eine Teilnahme am Unterricht auf Distanz ist jedoch häufig nur mit einem Computer möglich. Die Gründer von "FreeNB" stellten fest, dass Schüler*innen oft mit Hürden zu kämpfen haben, wenn es darum geht, zu (Leih-)Geräten zu kommen. Erst ab dem Schuljahr 2021/22 plant die Regierung schrittweise Geräte zur Verfügung zu stellen. Aber auch dafür sind Selbstbehalte geplant. Noch sind die drei Mitglieder von "FreeNB" auf der Suche nach Sponsoren, um alle Kosten zu decken. Ihr ehrenamtlich betriebenes Projekt läuft dennoch bereits auf Hochtouren. Gestaltung: Alina Sklenicka Wort der Woche: Teresa Schwind Moment - Echo: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi stellt ein Vogelhaus auf Der Radiohund liegt traurig im Körbchen. Es ist immer noch Corona-Lockdown und er vermisst seinen Freund, den Kater. Mucksmäuschen still ist es im Funkhaus. Außerdem ist auch noch Winter. Nicht einmal Vögel zwitschern. Da hat Rudi eine Idee! Was wäre, wenn er einfach Brotkrümel und Essensreste auf dem Fensterbrett verteilt und so ein bisschen Federvieh anlockt? Er wobbelt zu Richard Zink von der österreichischen Vogelwarte. Er ist Zoologe und Wildbiologe und kann ihm sicher erklären, wie man Vögel im Winter am besten füttert. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Zuletzt mehrmals Zünglein an der Waage in der US-amerikanischen Politik, spielt der Bundesstaat Georgia im Songwriting schon lange eine namhafte Rolle Will heißen: Auch bei oberflächlicher Internet-Recherche findet man auf Anhieb rund 70 Songs, die Georgia im Titel haben, dem sogenannten Peach State gewidmet sind und sein Hohelied anstimmen. Hoagy Carmichaels "Georgia on my mind" wurde am 24. April 1979 sogar zum State-Song gekürt, allerdings mit Ray Charles' Fassung "in mind". Seither empfangen einen bereits an den Landesgrenzen Schilder mit der Aufschrift: "We 're glad Georgia 's on your mind". Dabei ist nicht einmal klar, ob Carmichael nicht vielmehr seine Schwester Georgia gemeint hat, der Text deutet jedenfalls darauf hin, dass eine Frau namens Georgia besungen wird. Aber was soll's, wir sind im Süden, im Südosten um genau zu sein, die Sprache ist gedehnt und glaubt man bekannten Songwritern, kam der Teufel sogar zweimal nach Georgia. Und da Georgia zuletzt plötzlich im Fokus der Weltöffentlichkeit stand - als Battleground war es sowohl für den Ausgang der letzten Präsidentenwahl mitentscheidend als auch für die lang ersehnte demokratische Mehrheit im Senat - und da es nun auch den ersten schwarzen Senator des Bundesstaates stellt, den Pastor Raphael Warnock, dessen Mutter noch "die Baumwolle anderer Leute gepflückt hat", legen wir wenigstens fünf der schönsten Georgia-Songs auf.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

60 Jahre österreichische UNO Einsätze mit: Erwin A. Schmidl, Historiker an der Landesverteidigungsakademie in Wien Gestaltung: Caroline und Andreas Wolf 1947 wurden erstmals Militärangehörige als Vermittler im Rahmen der "United Nations Special Committee on the Balkans" (UNSCOB) eingesetzt. Im darauffolgenden Jahr überwachte eine unbewaffnete Einheit den Waffenstillstand im Palästinenserkrieg. Bewaffnete Soldaten entsandte die UNO erstmals 1956 während der Suezkrise. Als 1960 die Kongokrise ausbrach beteiligte sich erstmals auch das österreichische Bundesheer an einer friedenssichernden Mission. Mit US-Transportflugzeugen wurde ein Feldspital in die ehemalige belgische Kolonie verlegt. Ein Jahr später engagierte sich das Bundesheer mit Friedenssoldaten in Zypern, 1967 entsandte man erstmals UN-Militärbeobachter in den Nahen Osten. Anfang der 1970er-Jahre wurden die Truppenstärken auf zwei Infanteriebataillone in Zypern und im Nahen Osten deutlich aufgestockt. Es folgten zahlreiche weitere österreichische Militär- und Polizeieinsätze im Ausland. Insgesamt dienten bisher über 100.000 österreichische Soldaten, Polizisten und zivile Experten bei über 100 internationalen Einsätzen. Dabei starben 52 Menschen. Bis heute zählt das Engagement im Rahmen von UNO Einsätzen zu wichtigen Eckpfeilern einer "aktiven Neutralitätspolitik".

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Mittwochsrunde

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Labormäuse der Linguistik Das Universum der Plansprachen Von Sabrina Adlbrecht Wie schön wäre es, wenn es eine einzige Sprache gäbe, die alle sprechen könnten - zur Erleichterung der internationalen Verständigung und Förderung eines friedlichen Miteinanders. Solche Träume und Utopien von einer Welt ohne Übersetzung hat es immer wieder gegeben. Schon im 17. Jahrhundert hatte der deutsche Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz die Idee einer universalen Zeichensprache des Denkens, die es ermöglichen sollte, alle Objekte und ihre Beziehungen, Gesetze usw. abzubilden. Seither wurden immer wieder Konzepte für die Entwicklung einer leicht erlernbaren Universal- oder Einheitssprache vorgeschlagen und umgesetzt - von Volapük über Esperanto bis hin zu Toki Pona oder Láadan. Aus literarischer Perspektive hat sich damit erst unlängst der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz beschäftigt: in seinem neuen Buch "Die Bienen und das Unsichtbare".

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

Musik u.a. von Juan Hidalgo, Carlo Gesualdo da Venosa und Jean-Marie Leclair. Mit Leila Schayegh, Evgeny Sviridov, Violine; Graindelavoix; La Grande Chapelle u.a. (Aufgenommen im Jänner 2020 im Wiener Konzerthaus im Rahmen der "Resonanzen") präsentiert von Gerhard Hafner Seit fast drei Jahrzehnten wird im Jänner im Rahmen des Festivals "Resonanzen" neun Tage lang der Musik der Renaissance, des Barock und des Mittelalters gehuldigt. Unter dem Motto "Frutti di mare" planten die heurigen "Resonanzen", in die faszinierende Kulturgeschichte des Meeres einzutauchen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die 29. Ausgabe der "Resonanzen" abgesagt werden. Für Freundinnen und Freunden dieses beliebten Festivals bietet Ö1 einen kleinen musikalischen Trost, öffnet sein Archiv und lässt Höhepunkte der letztjährigen "Resonanzen" Revue passieren. Spanisches von Juan Hidalgo, Italienisches von Carlo Gesualdo da Venosa und Französisches von Jean-Marie Leclair findet sich u.a. auf dem diesem barocken Musikbuffet.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Gestaltung: Ulrike Schmitzer Friderike Zweig ist heute vor allem als die erste, geschiedene Frau des Schriftstellers Stefan Zweig bekannt. Die Zweig-Biografen zeichnen kein sehr schmeichelhaftes Bild von ihr: Die Ex habe sich nach dem Tod von Stefan Zweig - er hat sich mit seiner zweiten Ehefrau Lotte im Exil umgebracht - als die eigentliche Witwe stilisiert, um vom Glanz des Bestseller-Autors zu profitieren. Doch diese Zuschreibung verstellt den Blick auf eine höchst interessante Frauenbiografie, meint Martina Peck-Wörgötter vom Stefan Zweig Centre in Salzburg. Friderike Maria Burger, spätere von Winternitz, war Journalistin, Romanautorin, Übersetzerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Mit ihren Themen ist sie in einer Reihe mit Berta von Suttner, Lou Andreas-Salomé oder Veza Canetti zu sehen. Sie hat ein beachtliches Ouvre hinterlassen, das kaum bekannt ist. Bisher sind vor allem ihre Bücher über ihr Leben mit Stefan Zweig und das Private im Fokus: Das Kennenlernen, das Zusammenleben auf dem Kapuzinerberg, seine Untreue, der Scheidungskrieg. Jetzt rückt die Arbeitsbeziehung in den Vordergrund, denn sie war nicht nur die "Hüterin seiner Arbeitsruhe", sondern eine Literarturarbeiterin, die womöglich einige seiner Texte mitgeschrieben hat. Eine Sendung von Ulrike Schmitzer zum 50. Todestag von Friderike Zweig am 18.1.2020.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Wurscht Gestaltung: Stephan Pokorny Politik ist reduziert auf Propaganda in der bezahlten Gratis-Boulevardpresse. WURSCHT! Soziopathen regieren Weltmächte. WURSCHT? Im Schnitzelland geht's ZACK ZACK ZACK! und GLOCKGLOCKGLOCK! WURSCHT! In knapp vier Jahren ebenso viele Regierungen. Wahlkampf in der Endlosschleife. Täter gebärden sich als Opfer der eigenen Schmutzkübelkampagnen. Da kann der Satiriker kaum mithalten. Fake-News und Message-Control dominieren. Lukas Resetarits ist es nicht WURSCHT, darum stellt er Fragen und sucht Antworten. Ein Live-Mitschnitt aus dem Stadtsaal Wien vom Dezember 2019.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Patient Meer. Der röchelnde Atem der Erde (3). Gestaltung: Ilse Huber Wissen für alle. Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (1): Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Tieftöner. Die Geschichte des elektrischen Basses (1). Gestaltung: Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit der ersten Folge der neuen Reihe "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest". Peter Klien kennt man als gefürchteten Fragensteller in TV-Sendungen wie "Willkommen Österreich" und in seinem eigenen Late-Night-Format "Gute Nacht Österreich. Er war aber auch lange Jahre Universitätslektor für Philosophie. Sein großes Vorbild in Sachen böse Fragen ist Sokrates. Peter Kliens Bruder Volkmar Klien ist Komponist und Direktor des Instituts für Komposition, Dirigieren und Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Für sie hat Rainer Elstner ein neues Format entwickelt: "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest". Die beiden hören legendäre Werke der zeitgenössischen Musik. Peter Klien reagiert spontan, Volkmar Klien erläutert die Stücke. Hier werden die Fragen gestellt und beantwortet, die Sie sich schon immer heimlich gestellt haben, wenn sie zeitgenössische Musik gehört haben. Zu hören ab heute jeden Mittwoch in "Des Cis" und in der Langversion am selben Tag im "Zeit-Ton Magazin" - dort werden von den Brüdern für jede Komposition Härtegrade vergeben, im Punktesystem von eins bis zehn. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten